Harry Potter und das verwunschene Kind

Der Sturm braust, doch mein Freund und ich lassen uns davon nicht abschrecken. Schon seit Weihnachten freue ich mich auf diesen Tag, denn heute gehen wir zur Theateraufführung „Harry Potter und das verwunschene Kind“ im „Mehr! Theater“ Hamburg. Da lassen wir uns doch nicht von ein bisschen Wind und Regen abhalten.

Der Blitz hat eingeschlagen

Vom Hauptbahnhof aus kämpfen wir uns zur Mönckebergstraße und natürlich hat keiner von uns beiden einen Regenschirm dabei. Die Straßen sind so voll, dass man sie kaum überqueren kann. Von überall her hört man die Autos hupen. Endlich sehen wir eine Lücke und quetschen uns bei einer grünen Ampel zwischen den stehenden Autos durch, um zum Bus zu laufen.
Zum Glück kommt der schon in drei Minuten, also müssen wir nicht allzu lange im Regen stehen und warten.

Endlich taucht die Linie 3 auf. Doch wir sind nicht die Einzigen, die sich in den schon ohnehin überfüllten Bus drücken wollen. Nach einigem Drängen und Schubsen, schaffen wir es auch ins trockene des Busses.
Die Fahrt dauert nicht lange. „Nächster Halt Lippeltstraße“ ertönt es durch die Lautsprecher. Das ist unser Stichwort, hier müssen wir aussteigen.
Den Weg zum Theater wissen wir zwar nicht genau, doch mit uns sind auch einige andere ausgestiegen, die sich etwas in Schale geworfen haben. Die Frau, die direkt vor uns läuft, trägt mitten im Sturm einen kurzen Rock mit einer Nylonstrumpfhose. Ein klares Zeichen dafür, dass sie heute noch zu einer Veranstaltung geht. Also schließen wir uns der Gruppe an. Wer braucht schon Google Maps, wenn man einfach der Menge folgen kann? Ohne Regenschirm ist es sowieso unvorteilhaft den Weg jetzt per Handy zu suchen. Wasser und Technik vertragen sich bekanntlich nicht so gut.
Die Gruppe führt uns an einigen Baustellen vorbei und über eine Brücke. Auf dem Weg entdecken wir immer wieder Werbeplakate zu Harry Potter und das verwunschene Kind und rufen vor lauter Vorfreude „da ist noch ein Hinweis, das muss der richtige Weg sein!“

Langsam kommen wir in eine abgelegenere Gegend und zweifeln etwas daran, ob die Gruppe uns wirklich zu Harry Potter führen wird, doch wir lassen uns auf das kleine Abenteuer ein.
Schließlich gelangen wir zu einem abgesperrten Bereich, der an eine Lagerhalle erinnert, doch kurz bevor ich mein Handy dann doch zücke, um schnell einen Blick zu riskieren und nachzuforschen wo wir denn nun eigentlich sind, entdecken wir das Theater auf dem Gelände. Über dem Eingang prangen die großen, leuchtenden Buchstaben „Harry Potter und das verwunschene Kind“. Wir sind tatsächlich angekommen.

Diese Geschichte beginnt, wo eine andere aufgehört hat

Endlich lässt der Regen etwas nach und dem obligatorischem Selfie vor dem Theater steht nichts mehr im Weg. Doch viel Zeit investieren wir dafür nicht, wir sind schließlich für die Aufführung hergekommen und nicht, um unser Instagram mit Content zu füttern.
Nach einer kurzen Taschenkontrolle können wir auch schon ins Theater. Direkt hinter dem Eingang befindet sich die Garderobe, wo sich erst einmal alle Menschen stauen. Gut, dass wir nicht viel dabei haben, also huschen wir an der Traube von Besuchern vorbei, direkt ins Foyer.
Schon hier kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Meine Augen wissen gar nicht mehr wohin sie eigentlich blicken sollen.
Lichter, Wandbilder, ein roter Teppich und eine üppige Bar.
Besonders auffällig sind die unzähligen Glühbirnen, die von der Decke hängen. Sie geben dem Ambiente irgendwie einen magischen Touch, denn Harry Potter Fans erinnert das sofort an den Speisesaal von Hogwarts mit den schwebenden Kerzen.

Ganz links am Eingang stehen die Banner der vier Häuser mit einem Schild, das dazu auffordert sein Theater-Erlebnis, via Foto, mit der Community zu teilen. Doch wir wollen uns erst einmal richtig umsehen.
Auf den ersten Blick sind überall an den Wänden blaue Wandbilder mit komischen Mustern abgebildet, die Tiere darstellen. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir, dass diese allerdings aus lauter Wörtern gebildet sind. Am Fuß der Bilder sind kleine Menschen zu sehen. Sie sind durch ein Band oder ähnliches mit den Tieren verbunden. Jetzt fällt uns erst auf, dass es sich dabei um die Patroni der verschiedenen Zauberer handelt. Und die Worte im Inneren sind jeweils Zitate dieser Personen.

HP Patroni

Also gehen wir zu jedem Wandbild und versuchen das Zitat im Inneren der Patroni zu entziffern, was gar nicht so leicht ist, aber sehr viel Spaß macht.
Langsam füllt sich die Halle und wir gehen zur Bar rüber, bevor die Schlange zu lang wird. Hier gibt es allerlei Auswahl, doch zu unserer Enttäuschung leider kein Butterbier. Allerdings entdecken wir Schokozauberstäbe, Bertie Botts Bohnen, Schokofrösche, buntes Popcorn und vieles mehr. Da fühlt man sich fast so wie im Honigtopf von Hogsmeade. Die Preise sind dabei natürlich alles andere als magisch. Unsere Entscheidung fällt auf eine 0,33 L Cola für ganze 4 Euro und setzen uns anschließend mit unserem Getränk auf zwei freie Plätze im Foyer. Zur Ruhe gekommen betrachten wir den Saal im Gesamteindruck, da fiel meinem Freund der rote Teppich ins Auge. Für die Veranstaltung wurde wohl extra ein Teppich mit lauter sich wiederholenden „H’s“ für Hogwarts ausgelegt. Ein wirklich beeindruckendes Detail.

Auch ein Merchandise Shop durfte hier natürlich nicht fehlen. Verkauft werden Zauberstäbe von Hermine, Ron, Harry und den beiden neuen Figuren Scorpius und Albus, die in Harry Potter und das verwunschene Kind erstmals als Hauptcharaktere auftreten. T-Shirts, Schals und Mützen in den vier Hausfarben sowie Kugelschreiber, Becher, Pinnadeln und Magnete werden auch angeboten. Wer das Buch zum Stück noch nicht Zuhause hat, kann das nun nachholen, denn das gibt es hier auch zu kaufen. Zudem werden Taschen und T-Shirts angeboten, die extra für das Theaterstück Design wurden. Auch Kuscheltier begeisterte Harry Potter Fans werden mit einer Plüscheule bedient. Der Shop lässt also wirklich keine Wünsche offen und so wundert es mich nicht, dass viele Besucher dort zuschlagen. Immer mehr Menschen laufen mit ihrem Haus-Schal oder T-Shirt durch die Halle.

Also entschließen wir uns dazu uns nun endlich auch umzuziehen und der Umgebung anzupassen. Wir haben nämlich vorsorglich selbstgestickte Gryffindor Schals mitgebracht, die uns die Mutter meines Freundes vor ein paar Tagen liebevoll geknüpft und anschließend zugeschickt hatte.
Ab und zu laufen sogar ein paar Besucherinnen in voller Hogwartsuniform an uns vorbei. Generell ist das Publikum sehr gemischt. Hier und da rennen Kinder durch die Menschen, doch auch ältere Zuschauer stehen da, in kleinen Gruppen, unterhalten sich und trinken genüsslich ihren Wein. Alles im Alter dazwischen tummelt sich an den Sitzgelegenheiten oder stehen an den Schlangen zur Bar oder zum Merchandise-Shop.

Der Hut fliegt ja wirklich!

Plötzlich regt sich die Menge und das erhascht unsere Aufmerksamkeit. Eine neue Schlange bildet sich vor dem Eingang, der zum Vorführungssaal führt. Eine kleine Frau steht dort und scannt die ersten Tickets der Menschen, die ganz vorne in der Schlange stehen.
Wir sind vom ganzen Ambiente des Foyers allerdings noch so gefesselt, dass wir nicht direkt aufspringen, um die Ersten im Vorführungsraum zu sein. Es besteht außerdem keine Eile, denn die meisten wollen sowieso noch das Objekt ihrer Begierde am Merchandise-Stand erhaschen oder ein letztes Bier an der Bar erstehen, bevor es losgeht.
Also schießen wir noch kurz ein paar Fotos vom Foyer und begeben uns dann langsam in die Schlange zum Einlass.
Jetzt beginnt sich die Aufregung in mir zu melden und ich spüre, wie das Adrenalin der Vorfreude in meine Adern fließt. Kaum, dass ich mich versehe, höre ich nur ein freundliches „viel Spaß“ und schon bin ich in einer anderen Welt.

Ein angeregtes Knistern liegt in der Luft und ich kann die Erwartung der Besucher spüren. Überall ist heiteres Getuschel zu hören. Mein erster Blick fällt auf die Bühne und diese zeigt bereits das erste Bühnenbild des Stücks. Doch lange kann ich mich in dem Moment noch nicht damit aufhalten, denn wir müssen erst unsere Plätze suchen. Parkett Links Platz 1 und 2, direkt am Gang. Besser geht es nicht – das hoffte ich zumindest bei der Buchung der Tickets. Doch schnell wird mir klar, dass das Theater recht überschaubar ist und man sicherlich von allen Plätzen aus, einen guten Blick auf die Bühne hat. Trotzdem denke ich, dass unsere Plätze einfach die besten sind. Schnell nehmen wir Platz und uns fällt auf, dass auch hier der passende Teppich ausgelegt wurde, wie der im Foyer, doch jetzt in Blau.

Jedoch werden unsere Blicke schnell wieder von der Bühne angezogen. Vollkommen fasziniert starren wir beide auf das Bühnenbild, ohne etwas sagen zu können. Das ganze Erlebnis ist einfach überwältigend.
Uns wird die Illusion eines Bahnhofs dargeboten und das mit nur ganz einfachen Mitteln. Auf der Bühne stehen lediglich ein paar Koffer, die in gleißendes Licht gehüllt werden. Der Lichtstrahl stammt von einer Uhr, dessen Zifferblatt aus Glas besteht. Gedanklich befinde ich mich gar nicht mehr im Theater, sondern bin schon direkt auf Gleis 9 3/4 und beobachte, wie die Sonne durch das Zifferblatt der Bahnhofsuhr durchscheint. Verstärkt wird dieser Effekt durch den ganz leichten Nebel auf der Bühne, der langsam hin und her wabert und eine mystische Atmosphäre bildet. Im Hintergrund höre ich kaum wahrnehmbar, aber doch sehr präsent, die Soundkulisse eines Bahnhofs, die subtil in mein Unterbewusstsein eindringt und die Illusion vollkommen werden lässt. Plötzlich läuft ein Mann von den hinteren Plätzen nach vorne zur Bühne, mit seinem Handy in der Hand, und ruft „Der Hut fliegt ja!“.

Da fällt es mir erst ins Auge. Ganz links auf der Bühne schwebt eine Melone, was durch das gedimmte Licht nicht sofort erkennbar ist. Auch anderen Besuchern fällt dieses Detail nach und nach auf und sie versuchen Fotos davon zu machen. Ich hingegen habe nicht den Drang nach vorne zu stürmen, um das Geheimnis dieses Huts zu lüften. Wenn ich irgendwelche Fäden entdecken würde, so wäre ich nur enttäuscht. Doch es sieht wirklich so aus, als würde die Melone einfach in der Luft hängen und das ganz ohne Hilfsmittel.

#KeepTheSecrets – das Geheimnis des Stücks

Der Saal war nun gefüllt und alle sitzen auf ihren Plätzen. Da wird es auch schon dunkel und eine freundliche aber dennoch donnernde Stimme ertönt aus den Lautsprechern und vermittelt uns, dass wir die Muggeltelefone bitte ausschalten sollen. Ein leichtes Schmunzeln kann ich mir einfach nicht verkneifen und huscht über meine Lippen. Dann geht es auch schon los und die erste Szene beginnt.

Wer das Buch zu Harry Potter und das verwunschene Kind bereits vorher gelesen hat, weiß natürlich genau was in dem Stück vorkommen wird. Ich hatte mich allerdings dagegen entschieden und lasse mich nun überraschen. Der Anfang kommt mit jedoch sehr bekannt vor, da die letzte Szene von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nachgespielt wird.
So fällt es mir leichter mich von den Schauspielern aus den Filmen zu trennen und mich auf die Darsteller, die nun auf der Bühne sind, einzulassen. Der Übergang geschieht fließend. Schnell habe ich mich an die neuen Gesichter gewöhnt und kommen mir jetzt vertraut vor. Also betrachte ich nun Harry, Ron, Hermine und Ginny, als hätten sie nie anders ausgesehen.
Die Darsteller leisten wirklich viel. Einige der Zuschauer sind mit den Harry Potter Filmen aufgewachsen und die Darstellen dürfen den Schauspielern in nichts nachstehen und müssen die Erwartungen der bereits gut bekannten Rollen erfüllen. Zudem haben sie keinerlei Unterstützung durch die Magie der computergenerierten Animationen, wie sie in den Filmen verwendet werden. Doch diese Hürden bewältigen die Darsteller mit Bravour. Während des Stücks wurden meine Sinne immer wieder, durch kleine Zaubereinlagen, ausgetrickst.

Im Vorfeld habe ich darauf spekuliert, dass nicht wirklich viel gezaubert werden kann und war mit Skepsis gespickt. Doch ich hatte mich geirrt. Auf dieser Bühne existiert der Zauber der Bühnenmagie.
Durch Pyrotechnik, Zaubereinlagen und dem unfassbaren Bühnenbild, wird eine Illusion erschaffen, wie ich sie vorher noch nie erlebt habe.
Während des Stücks beginnt man an Magie zu glauben, da sie direkt vor den eigenen Augen aufgeführt wird. Und nicht nur ich scheine so zu denken, denn aus dem Publikum höre ich immer wieder erstaunte Rufe.
Viel zu schnell steuern wir auf den Schluss des heutigen Abends zu, obwohl wir schon mehrere Stunden auf die Bühne starren. Nach der Vorführung gibt es viel zu verarbeiten. Besonders die Umsetzung vom Ende des ersten Teils ist schier überwältigend.
Mein Freund und ich sind uns einig; es ist besser den zweiten Teil erst am nächsten Tag zu sehen, da man das Geschehene noch einmal Revue passieren lassen kann.

Doch dann ist die Vorführung ins Wasser gefallen!?

Meine Vorfreude auf den zweiten Teil ist sehr hoch. Am Vorabend haben wir uns noch allerlei Gedanken darüber gemacht, welchen Merch wir uns zulegen sollten, denn wir wollen unbedingt noch ein Andenken an dieses Erlebnis erhaschen.
Mit unserem homemade Harry Potter Schal stehen wir nun wieder im Foyer, doch heute schlagen wir zu und ergatterten an der Bar Popcorn mit Erdbeer- und Apfelgeschmack, Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen und eine Cola. Voll ausgerüstet sind wir dieses Mal mit die Ersten in der Schlange zum Einlass des Vorführungsraums, um noch ein paar Fotos von der Bühne zu machen, bevor es wieder losgeht.
Voller neuer Erwartungen, die sich während des ersten Teils gebildet haben, nehmen wir unsere Plätze ein. Ich kann es kaum abwarten. Das Bühnenbild zeigt die letzte Szene von gestern Abend. Es wird also nahtlos daran angeknüpft.

Schon wird es wieder dunkel und die dröhnende Stimme schallt erneut aus den Lautsprechern, wir sollen bitte die Muggeltelefone ausschalten. Missachten wird vom Zaubereiministerium aufs Strengste bestraft. Dieses Mal muss nicht nur ich darüber schmunzeln.
Das Stück beginnt und meine Augen, sowie Gedanken werden vollkommen von der Bühne und dessen Schauspiel in Beschlag genommen. Immer wieder werden wir Zuschauer überrascht und gefesselt. Doch während einer besonders packenden Szene, senkt sich plötzlich der Vorhang. Sofort fangen alle an miteinander zu tuscheln, da sie sich nicht sicher sind, ob das zum Stück gehört oder nicht. Da erhebt sich die Stimme aus den Lautsprechern und verkündet uns, dass es sich um eine technische Panne handelt, welche so schnell wie möglich behoben wird.
Das gibt mir eine Gelegenheit, mich mit meinem Freund über das Stück auszutauschen. Nach einer Weile werden die ersten Zuschauer unruhig und die Gespräche im Saal immer lauter, als sich die Stimme aus den Lautsprechern wieder meldet und um Geduld bittet. Es werde noch einen kleinen Moment dauern.

Ich persönlich hatte insgeheim auf eine Panne oder ähnliches gehofft, da wir uns das Stück schließlich in der Voraufführung ansehen. Das bedeutet, dass noch einiges, bis zur Premiere, geändert werden kann oder eben, dass etwas schief läuft und somit eine ganz besondere Aufführung darbietet.
Schade wäre es allerdings, wenn das Stück heute noch abgebrochen werden muss. Doch die Sorge ist glücklicherweise unbegründet, denn endlich wurde das Licht gedämmt und der Vorhang hebt sich wieder. Die Darsteller machen den Eindruck als hätte die Unterbrechung nie stattgefunden. Sie führen die Szene einfach fort. Was uns dann geboten wird, war das Warten auf jeden Fall wert.

Die Pause naht und wir beschließen auf unseren Plätzen sitzen zu bleiben. Als schon viele der Zuschauer ins Foyer entschwunden sind, macht mein Freund mich auf ein Gespräch in der Reihe neben uns aufmerksam. Zwei Männer mit Klemmbrett sitzen dort und unterhalten sich auf Englisch. Durch das allgemeine Gemurmel kann ich das Gespräch der beiden leider nicht vollständig verfolgen, doch ich schnappe auf, wie sie sich darüber unterhalten welcher Darsteller, wo noch besser positioniert wäre. Es handelt sich dabei also um zwei Verantwortliche für das Stück. Lange lauschen können wir allerdings nicht, denn schon füllt sich der Raum wieder und der Vorhang erhebt sich erneut.
Nach einer viel zu kurzen Zeit ist das Stück auch schon vorbei und die Darsteller laufen ein, um sich zu verbeugen. Noch vollkommen gerührt von den ganzen Eindrücken stehe ich auf, um den Darstellern meinen vollen Respekt zu zollen und zu applaudieren. Die Bühnenmagie hat mich so beeindruckt, dass sich meine Augen nun unweigerlich mit Tränen füllen, welche ich kaum zurückhalten kann.

Der Vorhang fällt – Fazit

Standing Ovation ist meiner Meinung nach das mindeste, was wir den Darstellern hätten geben können. Es war einfach unglaublich atemberaubend und jeden Cent wert. Die Magie, die uns gezeigt wurde, ist unbeschreiblich beeindruckend gewesen. Doch nun ist die Vorführung vorbei. Mein Freund und ich sind uns allerdings einig, dass man vorher auf jeden Fall alle Harry Potter Teile gelesen oder gesehen haben muss, sonst entgeht einem einiges. Hinter uns saß ein Pärchen und wir hörten immer wieder, wie er zu ihr sagte, dass er den Zusammenhang nicht verstehe. Auch neben mir saß eine Frau, die doch tatsächlich während der Vorführung ihr Handy nach Informationen zu Harry Potter befragte. Und so ein Bildschirmdisplay kann ziemlich hell und störend sein, wenn sonst alles dunkel ist.

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, nach der Vorführung, die Zauberstäbe der beiden Hauptcharaktere Scorpius und Albus mitzunehmen, die in einer wirklich schönen, samtenen Zauberstabschachtel daher kamen. So kann ich mich beim Anblick der Stäbe immer wieder an dieses rundum schöne Erlebnis zurückerinnern, welches mir die Tränen in die Augen treibt.
Und wenn sich mir die Chance bieten sollte, das Stück noch einmal sehen zu dürfen, so würde ich diese auf jeden Fall wahrnehmen, da auf der Bühne so viel magisches passiert ist, dass meine Augen und Gedanken gar nicht alles beim ersten Mal aufnehmen konnten.

Autorin

Nathalie Köhler

Nathalie Köhler (27) wuchs in einem Künstlerhaushalt auf, ist bereits mehrmals umgezogen und studierte an der Macromedia Hochschule in Köln und Mailand Journalismus.
Dadurch ist sie sehr weltoffen und allem Neuen gegenüber tolerant. Das Schreiben ist seit je her eine ihrer großen Leidenschaften. 2017 nahm sie an dem Kurzgeschichten-Wettbewerb des Literareon Utz Verlags teil und gewann den dritten Platz. Die Geschichte wurde anschließend im Sammelband mit dem Titel „Gold“ veröffentlicht.
Kontakt mit Nathalie kannst du über LinkedIn aufnehmen

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